Verstehe deinen Körper #1 – Fettverbrennung im Alltag

Was soll man denn da noch glauben? Was hat Sport mit Gesundheit, Gewichtsreduktion, Leistungsfähigkeit etc. zu tun und wie hängt alles miteinander zusammen? Das Internet bietet viel Wissen zu diesen Themen. Oft zielen aber die Inhalte darauf ab irgendwelche Produkte zu verkaufen und es ist unklar ob das vermittelte Wissen dafür etwas «zurechtgebogen» wurde. Die gute Nachricht ist: Diese Grundlagen dieser Zusammenhänge sind eigentlich sehr einfach zu verstehen. Das beweise ich dir in dieser Blogserie „Verstehe deinen Körper“.

Das Grundlegende Prinzip der Anpassung

Ganz ehrlich: Dein Körper ist ein absolutes Wunderwerk! Das Erfolgsgeheimnis ist, dass er sich super anpassen kann. Das heisst in der Praxis: Du baust die Systeme auf, die du oft brauchst. Im Umkehrschluss baust du aber auch Systeme ab, welche nicht oder kaum genutzt werden. Am deutlichsten sieht man das im Spitzensport, zum Beispiel in der Leichtathletik. Ein Marathonläufer sieht ganz anders aus, als ein Sprinter (siehe Titelbild). Und auch abseits des Spitzensports sind Unterschiede offensichtlich. Der Körper eines Sportlers sieht anders aus, als der eines inaktiven Menschen.

Sprinter gegen Marathonläufer, wer gewinnt?

Der Unterschied im Aussehen ist eher noch klein, verglichen mit der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit. Ein Hobby-Marathonläufer wird jeden Weltklassesprinter auf der Marathondistanz abhängen. Genauso wie jeder Hobby-Sprinter einen spitzen Marathonläufer auf 100m stehen lässt. Der Inaktive wird aber gegen jeden Sportlertyp, auf jeder Distanz verlieren.

Gründe für die Unterschiede

Diese Unterschiede sind das Resultat der langfristigen Anpassung der Körper auf die jeweiligen Belastungen. Das unterschiedliche Aussehen hat viel mit der Muskelmasse und der Muskelfaserverteilung zu tun. Dazu kommen wir aber später in der Blogserie. Die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit haben stark mit den unterschiedlichen Energiesystemen zu tun. Keine Angst, es ist nicht so kompliziert wie es sich anhört!

Power im Alltag und Sport

Damit dein Körper Leistung erbringen kann, braucht er Energie. Je nachdem wie anstrengend es für dich ist, hat er unterschiedliche Reserven zur Verfügung. Seine wichtigste Reserve für den Alltag und lockere Belastungen ist dabei Fett.

Fett ist die Basis

Einen Fettspeicher besitzt jeder Körper und die Energiereserve daraus ist gewaltig. Bei einem übergewichtigen Körper sieht man diese Fettreserven deutlich. Aber auch athletische Körper haben jede Menge Energie in Form von Fett gebunkert. Bei athletischen Körpern sind diese Fettreserven jedoch kaum sichtbar. Fett ist extrem Energiedicht. Deshalb braucht man nur wenig Fett und hat trotzdem viel Energie gespeichert. In einem Training oder einem Wettkampf kannst du niemals deine Fettreserven erschöpfen. Fett ist somit die Basis deiner Energiespeicher.

Rechenbeispiel Athlet

In einem Gramm Körperfett sind etwa 7 Kilokalorien (kcal) Energie gespeichert. Ein athletischer Mann mit einem Körperfettanteil von 10% und einem Gewicht von 80 kg hat demnach 8 kg Körperfett. Wenn du nun diese 8‘000 g Körperfett mit 7 kcal multiplizierst, kommst du auf eine Energiereserve von 56‘000 kcal. Sein täglicher Kalorienverbrauch wird je nach Training zwischen 3000-4000 kcal sein. Nur damit du einschätzen kannst, wie viel Energie da gespeichert ist.

Unterschied beim Inaktiven

Bei Inaktiven ist typischerweise der Körperfettanteil (teilweise beträchtlich) höher und somit auch die Energiereserve. Allerdings ist der tägliche Kalorienverbrauch viel tiefer. Hier kannst du deinen täglichen Kalorienbedarf abschätzen.

 

Ausblick

Im nächsten Blogbeitrag erkläre ich dir, wann dein Körper beim Sport auf die Fettverbrennung zurückgreift, wie du sie verbessern kannst und wer eine effiziente Fettverbrennung braucht. Natürlich schauen wir uns auch den Zusammenhang zwischen Fettverbrennung und Gewichtsreduktion an. Wenn du das nicht verpassen möchtest, trage dich am besten oben rechts mit deiner Mailadresse in den Newsletter ein. Dann benachrichtige ich dich, sobald der Beitrag online ist.

 

Von |2017-03-24T15:10:10+00:002. Dezember 2016|Allgemein, Sportwissenschaft|

Über den Autor:

Mein Name ist Dominique Ernst und ich arbeite als Produktmanager bei SPORLOOP. Ich bin Sportwissenschaftler und Marketingmanager und habe früher nebenberuflich als Fotograf gearbeitet. Ich freue mich in diesem Blog meine Erfahrungen und mein Wissen aus den unterschiedlichen Bereichen weiterzugeben. Ich hoffe meine Beiträge helfen dir weiter!

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